Es werde LEICHTER

Exklusivbericht für GWG Gasflaschenwerk Grünhain

kl,company Pressearbeit GWG Glasflaschwerk


Das Geschäft mit Gasflaschen ist ungebrochen in Fahrt. Allein in Deutschland befinden sich – konservativ geschätzt – rund 15 Millionen Flaschen im Umlauf. Der weitaus größte Teil davon besteht aus Stahl. Die Gasflaschenwerk Grünhain GmbH hat jetzt eine neue Generation Gasflaschen aus hochfestem Dualphasenstahl auf den Markt gebracht, die damit deutlich weniger wiegen als bisher.

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In der Branche sind Leichtflaschen schon seit längerem in aller Munde. Ob aus Aluminium oder Verbundwerkstoffen – mehrere Hersteller bieten die gegenüber herkömmlichen Stahlflaschen deutlich leichteren Modelle an. Dennoch: Speziell in Deutschland lässt der Durchbruch noch immer auf sich warten. Über die Gründe kann man spekulieren. Möglicherweise assoziieren viele Händler und Verbraucher mit den schwereren Gasflaschen eine höhere Sicherheit, weil Stahl in unserem Bewusstsein als besonders robust gilt. Aluminium hingegen ist deutlich teurer und hat darüber hinaus den Ruf, weicher als Stahl zu sein. Und mit Composite- oder Verbundwerkstoffen wiederum bringen viele eine geringere Haltbarkeit und Bruchfestigkeit in Verbindung, scheuen sich also aus Gründen der Sicherheit vor dem Einsatz.

Dass es auch beim Stahl mit wesentlich weniger Gewicht geht, stellt jetzt die Gasflaschenwerk Grünhain GmbH eindrucksvoll unter Beweis. Das sächsische Unternehmen hat in diesem Frühjahr mit der Linie „Premium 21“ eine neue Gasflaschengeneration auf den Markt gebracht, die dank hochfestem Dualphasenstahl ein deutlich geringeres Tara-Gewicht auf die Waage bringt. „Eine herkömmliche 8kg-Stahlflasche (19,6 Liter), wie sie für die beliebten Gasgrills bereits vielfach im Einsatz ist, wiegt je nach Hersteller leer rund 8,8 bis 9,4 Kilogramm. Unsere neue Premium-21-BBQ kommt da gerade einmal auf 6,3 Kilogramm“, erklärt Hans-Jürgen Werner, Geschäftsführer der GWG. „Ein um über 25 Prozent reduziertes Gewicht bei verbesserten Eigenschaften ist eine kleine Revolution.“ Der Gewichtsunterschied zu Composite- und Alu-Gasflaschen ist demnach gar nicht mehr so groß.

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Autobranche setzt seit langem auf hochfeste Stähle

Bisher kommt Dualphasenstahl vor allem in der Automobilbranche zum Einsatz, wo sich das Material seit vielen Jahren bei festigkeitsrelevanten oder auch zyklisch belasteten Bauteilen wie Längs- und Querträgern oder Verstärkungselementen bewährt. Gleichzeitig haben hochfeste Stähle ein hohes Potenzial zur Gewichtseinsparung.

Dualphasenstahl besteht hauptsächlich aus Ferrit, in das eine zweite, martensitische Phase inselförmig eingelagert ist. Martensit ist härteste Phase des Stahls; dieser spezielle Aufbau entsteht durch Zulegieren von Martensitbildnern wie Mangan und Silizium. Durch dieses spezielle Mikrogefüge zeichnen sich Dualphasenstähle nicht nur durch eine hervorragende Kombination von Festigkeit und Tiefziehfähigkeit aus. Vielmehr weisen sie auch wesentlich höhere mechanische Werte bei der Streckgrenze auf, die sich durch das so genannte Bake Hardening (bake = backen, hardening = härten, verfestigen) nochmals steigern lässt. Bei diesem Verfahren erfährt der Stahl eine Festigkeitssteigerung durch Erwärmen auf Temperaturen um 200 Grad Celsius. Das Bake Hardening erfolgt beim Einbrennvorgang des Lacks während der Flaschenherstellung.

Die hohe mechanische Festigkeit der Fertigteile ergibt eine hervorragende Dauerfestigkeit und eine gute Energieaufnahme insbesondere für den Leichtbau von Struktur- und Außenhautteilen. Kaltgewalzter „Dual Phase 600“ erzielt aufgrund seiner hohen mechanischen Werte an Strukturteilen Gewichtseinsparungen über geringere Blechdicken. Im Fall der neuen Premium-21-Gasflaschen der GWG beträgt die Wandstärke 1,6 Millimeter gegenüber 2,2 Millimeter beim herkömmlichen Modell. Zu den weiteren positiven Eigenschaften von Dualphasenstahl zählt die unproblematische Weiterverarbeitung zum Beispiel beim Schweißen oder Beschichten.

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Sicherheitstechnisch auf höchstem Niveau

„Die Gewichtseinsparung ist nur ein Aspekt, der uns bewogen hat, bei der Flaschenherstellung künftig verstärkt auf Dualphasenstahl zu setzen“, betont Werner. „Langfristig betrachtet bietet das Material weitere Vorteile, beispielsweise bei der zur Flaschenproduktion benötigten Stahlmenge und einem Fertigungsprozess ohne Glühen, was die innere Reinheit der Flaschen deutlich verbessert.“ Viel wichtiger noch ist der Sicherheitsaspekt, weshalb der GWG-Geschäftsführer großen Wert darauf legt zu betonen, dass die neuen Flaschen sämtliche Standards übertreffen. „Alle Zulassungstests haben unsere neuen Flaschen aus hochfestem Stahl problemlos bestanden. Wir hätten die Wandstärke sogar noch weiter reduzieren können, die Flaschen würden dem Druck dennoch standhalten.“

Auch was die Einsatzdauer der neuen Gasflaschen betrifft, sieht Werner nur Positives: „Es gibt keine sachlichen Gründe anzunehmen, dass diese Flaschen Einschränkungen in der gewöhnlichen Nutzungsdauer fordern.“ Tatsächlich bescheinigt ArcelorMittal, ein Stahllieferant der GWG, eine uneingeschränkte Revidierbarkeit. So kann das Material ohne Probleme bis zu 350 Grad wärmebehandelt, sprich abgebrannt werden, um eine neue Lackierung aufzubringen. Die Eigenschaften des Materials werden dadurch nicht beeinflusst.

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Auch die Umwelt profitiert

In Bezug auf die Logistik schlagen die Flaschen aus Dualphasenstahl die schwereren Pendants ebenfalls, insbesondere beim Transport leerer Flaschen. Eine Lkw-Ladung herkömmlicher 8kg-Flaschen wiegt rund zwölf Tonnen, die gleiche Menge der neuen Premium-21-Modelle bringt es hingegen nur auf 8,3 Tonnen. „Weniger Gewicht ist für den Spediteur gleichbedeutend mit geringerem Kraftstoffverbrauch – das steigert seine Marge oder die unserer Kunden“, sagt Werner. Der GWG-Chef findet jedoch einen anderen Aspekt viel wichtiger: „Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit setzen unsere neuen Flaschen Maßstäbe.“ In der Tat ist ein geringerer Spritverbrauch beim Transport gleichbedeutend mit einem niedrigeren CO2-Ausstoß der Lkw. Aber auch der geringere Materialbedarf pro Flasche sowie ein Fertigungsprozess ohne das energieintensive Glühen schonen die Ressourcen.

Für Hans-Jürgen Werner ist deshalb klar, dass nach der Einführung der 8kg-Flasche aus hochfestem Dualphasenstahl auch die Fertigung der übrigen Standard-Baugrößen sukzessive auf das neue Material umgestellt wird. „Bei den größeren Modellen macht sich die Gewichtsersparnis logischerweise noch stärker bemerkbar. Die 11kg-Flasche (27,2 Liter) wird mit dem hochfesten Stahl etwa 7,7 Kilogramm und damit rund drei Kilogramm weniger wiegen. Damit bieten wir bei klar niedrigeren Einstandskosten eine echte wirtschaftliche Alternative zu den Composite- und Alu-Gasflaschen.“ Zum Vergleich: Das Composite-Modell (27,4 Liter) eines Wettbewerbers hat ein Tara-Gewicht von 5,3 Kilogramm, das Alugas-Modell (27,2 Liter) kommt auf 6,0 Kilogramm.

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Interessant und attraktiv dürften die neuen Flaschen auch für Industriekunden sein, die gasbetriebene Fahrzeuge wie beispielsweise Gabelstapler einsetzen. Der Arbeitsschutz gibt hier vor, dass Gebindegrößen maximal 20 Kilogramm wiegen dürfen. Eine gefüllte Flasche in neuer Bauweise wiegt definitiv weniger als 20 Kilogramm, was aus arbeitsschutztechnischer Sicht ein echter Vorteil für Konzernkunden ist.

Werner ist sich sicher: „Wer in seinem eigenen Geschäft auf Nachhaltigkeit setzt, kommt um den Einsatz unserer neuen Flaschen nicht herum.“

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